Baunscheidtieren

Das Baunscheidtieren ist ein ausleitendes Verfahren, das überwiegend in Deutschland von Heilpraktikern aber auch von naturheilkundlich arbeitenden Ärzten eingesetzt wird. Ausserhalb Deutschlands ist es weitestgehend unbekannt.
Entwickelt wurde es um 1840 von Carl Baunscheidt.

Beim Baunscheidtieren wird die Haut mit einem speziellen Nadelungsgerät, einer etwa 10 Cent großen Scheibe mit rund 20 aufgesetzten Nadeln, gereizt und anschließend mit einem Baunscheidtöl eingerieben. Hierdurch bilden sich meist Quaddeln und Erytheme (Rötungen). 

Vor dem  Baunscheidtieren wird die Haut  desinfiziert und die Geräte sind steril verpackte Einmal-Produkte. Dies ist wichtig, um Infektion zu vermeiden.

Beim Baunscheidtieren kann es durch das Baunscheidöl zu allergischen Reaktion kommen. Daher muß im Vorfeld abgeklärt werden, ob der Patient gegen Bestandteile des Öls allergisch reagiert.